Auszeichnung für Schulprojekte in Quito, Peking und Manila
"Schüler bauen weltweit Brücken" - das ist das Motto des Wettbewerbs für deutsche Auslandsschulen, der 2010 zum zweiten Mal
von der Industrie und Handelskammer (IHK) ausgeschrieben wurde. Vertreter der deutschen Schulen Quito, Peking und Manila
nahmen am 8. Juni in Anwesenheit von Bundesaußenminister Guido Westerwelle die Preise entgegen. "An der Schule beginnt die Zukunft",
so würdigte Westerwelle die Rolle der Schulen für Entwicklung und die Entstehung freier Gesellschaften.
42 der 135 amtlich geförderten deutschen Auslandsschulen hatten sich 2010 an dem Wettbewerb um ein Preisgeld von 40.000 Euro
für die erstplatzierte Schule beteiligt. Es galt Projekte zu präsentieren, die herausragende Praxisbeispiele darstellen für
den Austausch mit der Kultur oder Wirtschaft des Gastlandes, für die Förderung unternehmerischen Denkens oder die Sicherung
und Steigerung der Qualität von deutschen Auslandsschulen.
Mit ihrem Projekt "Vom Experiment zum Vorbild" belegt das Berufsbildungszentrum der Deutschen Schule Quito in Ecuador den
ersten Platz im diesjährigen Wettbewerb.
Verschiedene Schulprojekte für eine qualitativ hochwertige duale Berufsausbildung wurden entwickelt.
Unter anderem können Schüler in der 11. Klasse das Fach Wirtschaft als Zusatzfach belegen und am Ende
des Schuljahres ein Betriebspraktikum in Deutschland machen.
Ökologie und Umweltschutz war dagegen Thema des Projekt der Deutschen Botschaftsschule Peking, die den zweiten
Platz und damit 25.000 Euro gewann. Wege für eine nachhaltige Umsetzung von Umweltprojekten wurden in den
Teilbereichen Regenwald, Baumlehrpfad und Schulgarten aufgezeigt, um die Sensibilität für den Lebensraum erhöhen.
Zentrale Veranstaltung war ein öffentlicher „Tag des Klimas“.
Der dritte Preisträger, die Deutsche Europäische Schule in Manila, Philippinen, setzt dagegen auf soziale
Verantwortung der Schüler: Das Projekt "Schüler bauen Brücken - und was machst Du?" hat das Ziel, bereits
ab der ersten Klasse soziale Verantwortung bei den Schülern, aber auch bei Lehrern und Eltern zu wecken.
Gemeinsame Essen mit Kindern aus Armenvierteln, ein Hausbauprojekt sowie die Unterstützung einer kleinen,
von der Schließung bedrohten Schule stehen auf dem Programm.
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